Floh & Co.

Flöhe

Flöhe gehören nicht nur zu den Lästlingen einer Vielzahl von Tieren, zu dem können sie auch Ursache für schlimme Hautekzeme sein.

Vor allem sind Flöhe auch Überträger von Bandwürmern. Flohspeichel ist eiweißhaltig -verursacht Juckreiz - auf allergischer Basis.

Durch das Kratzen oder Belecken entzündet sich die Haut: Die durch die Mikroverletzungen eindringenden Keime können Hauteiterung hervorrufen.

Dies wiederum juckt - das Tier kratzt sich - dabei werden Hautzellen zerstört - die Folge Juckreiz ... ein wahrer "Teufelskreis".

 

In jedem Falle muß der Teufelkreis gebrochen werden. Neue intelligente Produkte, welche für das Tier und Menschen ungiftig sind,

aber den Flöhen verlässlich "den Gar ausmachen", stehen zur Verfügung und sind nur beim Tierarzt erhältlich und nicht im öffentlichen Handel.

Dies hat einen wesentlichen Grund: Entflohung ist eine Therapie, welche gezielt und manchmal mit kriminalistischer Akribie durchgeführt werden soll.

Denn - Flöhe springen nur zur Blutmahlzeit auf das Tier. Die Brutstätten befinden sich woanders: In Ihrem Teppich, der Sitzgarnitur, am Schlafplatz des Tieres.

Auch dafür gibt es den Erfordernissen des Haushalts und des Tieres Angepasste Produkte.

Die Haut als Hauptbetroffenes Organ muß noch von Juckreizund Leiden befreit werden.

Bei konsequenter Therapie ist das aber meist bald geschehen.

 

Symptome für Flöhe
Flöhe sind maximal 2-3 mm große, seitlich abgeplattete Insekten. Sie sind Parasiten, die sich vom Blut des jeweiligen Wirts - Tier oder Mensch - ernähren.

Flöhe sind gefährliche Krankheitsüberträger.

Der Katzenfloh ist der wichtigste oder häufigste Vertreter und besitzt wie der Hundefloh zwei Stachelkämme#am Kopf sowie am ersten Brustsegment.
Die Belästigung durch Flöhe ist nicht unerheblich und macht eine konsequente Therapie erforderlich.

Beißt ein Floh zu, kommt es an den Einstichstellen zu einer lokalen Hautreaktion, die immer mit Juckreiz einhergeht.

Bei starkem Befall kann es schließlich zu einem so genannten Flohekzem kommen. Die Tiere können durch den quälenden Juckreiz zur Aggressivität neigen.

Ferner dienen Flöhe auch als Zwischenwirt für den Bandwurm.

 

Therapie
Die gebräuchlichen und bislang angebotenen Insektizide zur Flohbekämpfung bei Katze sind Mittel,

die in den Stoffwechsel der erwachsenen Flöhe eingreifen und neuronale Mechanismen hemmen.

Sie wirken ausschließlich auf dem Tier und nur gegen den voll entwickelten Floh. Hierzu zählen die Organophosphate, Pyrethroide und Carbamate.

Diese Mittel sind die Wirksubstanz von Flohhalsbändern, Pudern, Sprays und herkömmlichen Auftropfpräparaten.
Da sich jedoch ein wesentlicher Teil der Entwicklung des Flohs in der Umwelt der Katze abspielt,

kann mit diesen Mitteln alleine nicht das Problem gelöst werden.

Auch die Umwelt der Katze muß in die Maßnahmen der Flohbekämpfung miteinbezogen werden.
Hierbei ist in erster Linie das oftmalige Staubsaugen eine äußerst wichtige und war bislang die einzige Maßnahme,

um rein mechanisch die Anzahl von Flohlarven in Teppichen und Bodenritzen zu reduzieren.

 

Durch die zuletzt erfolgte Entwicklung von Präparaten, die nicht nur gegen die erwachsenen Flöhe wirken,

sondern auch deren Entwicklungsstadien erfassen, ist der Pharmaforschung ein wichtiger Schritt gelungen,

um den Entwicklungszyklus des Flohs im Umfeld der Katze zu unterbrechen. Diese Mittel stehen in Tablettenform zur Verfügung,

als Auftropfpräparate oder als Spray zur Behandlung der bevorzugten Liegeplätze von Hund oder Katze.
Der Wirkstoff gelangt bei Tablettengabe, die nur einmal monatlich (!) erforderlich ist, durch den Blutsaugakt in den Floh.

Die Sprüh- und Auftropfpräparate wirken lediglich durch den Kontakt mit Floh oder Larve und werden vom Körper der Katze nicht resorbiert!
Es gibt handelsübliche Kontaktinsektizide in Zoogeschäften, die allerdings bei häufigem Gebrauch

auch eine Resistenz der Flöhe auf die Mittel bewirken können. Besser sind die durch den Tierarzt kontrolliert abgegebenen Medikamente.

Gleichzeitig mit der Behandlung der Tiere muß eine effektive "Behandlung" der Wohnung erfolgen (Schlafplatz, Bodenritzen, usw.).
Nach erfolgreicher Bekämpfung der Flöhe muß die Katze entwurmt werden. Vorher kann man den Katzenkot mehrmals

durch den Tierarzt untersuchen lassen, damit die Katze nicht vergeblich oder unnötig entwurmt wird. Man sollte außerdem beachten,

daß sowohl Flöhe, als auch Würmer den Organismus der Tiere belasten und das Immunsystem schwächen.

Milben

Die im Bereich von Nasen- und Augengegend, Ohr oder äußerem Gehörgang in Haarwurzeln lebende Milbe steht

verwandtschaftlich der Pferdemilbe sehr nahe.
Sie wird für einige Hauterkrankungen bei der Katze verantwortlich gemacht. Ohrraeudemilben sind bei den Katzen weit verbreitet,

und häufig stellen ältere Tiere, bei denen die Milben keine Symptome mehr hervorrufen, die Infektionsquelle dar.

Auf diese Weise kann die Milbe von Müttern auf Welpen übertragen werden. Eine Erkrankung,

die im Volksmund als Stachelbeerkrankheit oder Herbstbeiße bekannt ist, tritt vorwiegend im Herbst auf,

wobei nur die Larven die Krankheitserscheinungen hervorrufen, nicht dagegen die Milben selbst.

 

Symptome für Milben
Die in den Gehörgängen lebenden Milben rufen dort sehr starken Juckreiz hervor und

bewirken im Laufe der Zeit die Absonderung eines schwarzen, typischen Sekrets.

Die erkrankten Katzen schütteln häufig den Kopf. Oft reiben sie die Ohren auffällig und verursachen sich selbst durch

intensives Kratzen eiternde Wunden.
Der Lebensbereich der Milben ist nicht immer nur auf den äußeren Gehörgang und die innere Ohrmuschel beschränkt.

Sie können sich auch im ganzen Kopfbereich aufhalten und wurden auch auf der Haut des ganzen Körpers nachgewiesen.

Der mit dieser Infektion verbundene Juckreiz kann auch nach sehr sorgfältiger Reinigung der Gehörgänge und der vollständigen

Beseitigung der Milben noch einige Wochen anhalten. Das von den erkrankten Tieren durch Kopfschütteln oder Kratzen in die

Umgebung verstreute milbenhaltige, trockene Sekret kann infektionsfähige Milben oder deren Eier über viele Wochen enthalten.

Für die Übertragung kommen sowohl der direkte körperliche Kontakt, die Berührung mit infizierten Sekreten, die Lagerstätte und

die Verschleppung der Milben durch Flöhe in Frage.

 

Therapie
Milbenbefall widersteht oft für lange Zeit einer Therapie. Dies liegt daran, daß es schwierig ist,

die Gehörgänge befallener Katzen gründlich zu reinigen und damit dem örtlich wirkenden Medikament den Zutritt zu den Milben zu verschaffen.

Oft ist der Behandlungsabstand nicht kurz genug. Die tägliche Verabreichung eines Medikamentengemischs hat sich bewährt.

 

Mitunter scheinen die Milben auch während der Behandlung aus den Gehörgängen zeitweise auszuwandern und

an anderen Körperstellen in der Umgebung der Ohren und an der Schwanzspitze zu leben. Besonders dann,

wenn die Katze beim Schlafen die Schwanzspitze in ihre Ohrmuschel hereinragen läßt,

kann es ständig zu Reinfektionen kommen.
Bei hartnäckigen Fällen sollte daher immer eine Ganzkörperbehandlung mit einem für Katzen verträglichen

Antiparasitikum in Erwägung gezogen werden. Auch den Lebensraum der Katze sollten Sie desinfizieren.

Zecken

Von März bis Oktober haben sie in Deutschland Saison - Zecken und ihre Entwicklungsstadien.

In Gräsern, Büschen und Sträuchern der Laub- und Mischwaldareale lauern sie auf eine Blutmahlzeit.

Ihre Opfer, Vögel, Säugetiere und den Menschen, schädigen sie nicht allein durch Blutentzug.

Bis zu 20 Prozent dieser Parasiten sind mit dem Erreger der so genannten Lyme-Borreliose infiziert,

den sie beim Saugakt mit abgesondertem Speichel auf ihren Wirt übertragen.

 

An der Lyme-Borrelliose, einer bakteriellen Infektion, können Mensch und Hund erkranken.

Gelenkentzündungen mit schmerzenden Gliedmaßen und Bewegungsstörungen sowie zeitweiliges Fieber mit gestörtem

Allgemeinbefinden kennzeichnen das Krankheitsbild. Bei Katzen sind die Krankheitsanzeichen noch wenig bekannt.

Doch auch ihr Abwehrsystem muß sich mit dem Erreger auseinandersetzen. Dies zeigen Blutuntersuchungen,

die auch zur Diagnose der Erkrankung durchgeführt werden. Die Behandlung erfolgt bei Mensch und Tier durch Antibiotika,

die über mindestens 14 Tage verabreicht werden müssen.

 

Zur Verminderung des Infektionsrisikos sollten Hunde und Katzen nach jedem Freilauf gründlich abgesucht und

von den drei bis vier Millimeter großen, schwarz oder braun gefärbten Zecken befreit werden. Haben die Blutsauger ihre Opfer erreicht,

sind sie oft mehrere Stunden auf der Wirtsoberfläche unterwegs, um eine geeignete Ansaugstelle zu finden. Bevorzugt werden gefäßreiche,

dünnhäutige Stellen an Kopf, Hals, Schulter und Achsel. Auch bereits in der Haut verankerte Zecken können noch erfolgreich an

der Erregerübertragung gehindert werden. Die Speichelsekretion beginnt frühestens zwei Stunden nach dem Ansaugen.

Mit einer speziellen Zeckenzange lassen sich die Insekten erfassen und unter sanftem Zug aus der Haut drehen.

Keinesfalls sollte man sie zuvor mit Öl abtöten, denn gerade im Todeskampf setzen Zecken ihren möglicherweise infektiösen Speichel ab.

Neben der manuellen Zeckenabwehr kommen in der tierärztlichen Praxis speziell gegen Zecken gerichtete Wirkstoffe zur Anwendung.

Diese Arzneimittelzubereitungen in Form von Halsbändern, Puder, Spray, Tropflösung oder Badeflüssigkeit

können Haustiere in zeckenreichen Arealen wirksam schützen.

 

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